Von der Suche vor dem Internet – die Adressbüros

Die Suche nach einer Wohnung oder Arbeit. Die gebrauchten aber noch gut erhaltenen Möbel verkaufen oder selbst ein günstiges Schnäppchen machen. Wer kann sich eines von diesen Dingen heute noch ohne Internet vorstellen? Wohl kaum noch jemand. Es mag noch den ein oder anderen geben, der dafür auch die Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften durchforstet. Und die meisten von uns können sich noch gut an die Zeit erinnern,als gedruckte Blätter die Hauptquelle für diese Dinge waren. Ich weiß noch, dass ich bei einer Wohnungssuche am Anfang meiner Studienzeit jede Woche zum Westbahnhof gefahren bin, weil dort die aktuelle Ausgabe des Bazars am frühesten zu bekommen war.

Im 18. und 19. Jahrhundert gab es – wie ich dank diesem Artikel gelernt habe – noch eine andere Möglichkeit, an diese Informationen zu gelangen – die sogenannten Adressbüros. Es gab sie in den größeren Städten, auch in Wien. Meist privat geführt, dienten sie als Arbeitsvermittlung, Wohnungsbörse und für den Verkauf von Dingen aller Art. Der Historiker Anton Tanter hat in seiner Habilitationsschrift bereits über die Adressbüros in Prag, Brünn und Innsbruck gearbeitet und widmet sich derzeit in seinem OeNB Projekt den Büros in Wien, Graz und Budapest.

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