Ordnung ins Chaos

Ich mache prinzipiell keine Neujahrsvorsätze. Nie. Es war purer Zufall, dass ich mir ausgerechnet zu Jahresbeginn vorgenommen habe, mehr Ordnung in unser Chaos zu bringen. Nun ja, vielleicht nicht ganz, denn es hatte mit den Weihnachtsferien zu tun. Endlich war einmal wieder genug Zeit, alles in der Wohnung auf Vordermann zu bringen. Und dabei habe ich einmal mehr gemerkt, wie schön es doch ist, wenn alles aufgeräumt und ordentlich ist. Ich gebe es gerne zu, im normalen Alltagschaos hat die Wohnung eine recht niedrige Priorität. Die Zeit, die neben der Arbeit bleibt, verbringe ich mit Junior, der Familien und Freunden. Draußen wenn es geht. Termine gibt es auch noch genug. Gemacht wird das, was unbedingt gemacht gehört. Mehr nicht. Und auch das artet immer wieder in Stress aus. Weil ich lieber mit Junior ein Spiel spiele, als aufzuräumen. Weil Junior nun mal ein Kurzschläfer ist – und ich um zehn am Abend auch nicht mehr Wohnung putze.

Beruflich und privat organisiere ich mein kreatives Chaos mit vielen Listen. Ich bin ein regelrechter Listenjunkie. Warum also nicht auch für die Wohnung. Auf Pinterest bin ich auf einige schön gestaltete Familienwände gestoßen, zum Beispiel diese oder diese. Und so ist unser Familienplaner einer Familienwand gewichen.

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Ganz wichtig der Kalender. Den gab es schon in den letzten Jahren. Mir würde zwar auch mein Google Kalender reichen, aber Junior gibt ein in der Wohnung hängender Kalender Halt und Struktur. Deswegen werden dort auch vor allem seine Termine eingetragen und wer ihn vom Kindergarten abholt. Das Durchstreichen des Tages gehört zum Abend Ritual. Diese Jahr haben wir zum ersten Mal keinen Papierkalender, sondern einen Bilderrahmen, der mit Whiteboard Stiften beschrieben wird.

Im zweiten Bilderrahmen befindet sich der neu eingeführte Tagesplan. Es gibt eine Aufgabenliste für mich und eine Bilderaufgabenliste für Junior, für die Dinge die morgens und abends zu erledigen sind. Auf wenn es bis jetzt ganz gut geklappt hat, mit dieser Liste klappt es noch viel besser 🙂 Junior will oft schon selber seine Logopädie Übung machen oder Zähne putzen gehen, nur damit er diese Punkte auf der Liste abhaken kann. Und wenn er es nicht von sich aus macht, gibt es doch weit weniger Diskussion darüber, dass diese Dinge noch zu erledigen sind. Aber auch mein innerer Schweinehund lässt sich so leichter überwinden 😉 Junior hat auch viel mehr Verständnis dafür, dass Mama noch ihre Aufgaben machen muss, und erst in einer halben Stunde mit ihm spielen kann.

Die kleinen Bilderrahmen sind mit Magnetklebefolie gefüllt und lassen sich auch mit Kreide beschreiben. Die rote Rahmen rechts unten ist unsere Einkaufsliste. Für die häufig benötigten Sachen gibt es beschriftete Magnete, alles andere lässt sich mit Kreide dazu schreiben. Wenn etwas ausgeht, wird es so gleich auf die Liste gesetzt. Noch schnell ein Foto bevor ich aus dem Haus gehe – ich ärgere mich jetzt nicht mehr so oft darüber etwas vergessen zu haben.

Wenn sich Kinder durch Spiele motivieren lassen, warum nicht auch wir Erwachsenen. Fürs Putzen und Aufräumen habe ich diese Idee gefunden – eine to-do Liste auf Eisstäbchen.

DSC04150 DSC04151So viele Stäbchen hatte ich nun nicht zu Hause, also habe ich dickeres Papier genommen. Jeden Tag sind vier Stäbchen zu ziehen und diese Dinge zu erledigen. Am Ende der Woche sollten alle Stäbchen von der to-do in die erledigt Rolle gewandert sein. Endlich kein Putz- und Aufräummarathon am Wochenende mehr. Zur Unterhaltung gibt es Stäbchen mit „eine Aufgabe mehr“, „eine Aufgabe weniger“ und „tausche eine Aufgabe um“. Da macht das ganze gleich mehr Spass. Und Junior hilft auf einmal viel mehr mit im Haushalt.

Der erste Monat hat sehr gut geklappt. Mal sehen wie es weitergeht.

Wie organisiert ihr euer Alltagschaos?

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